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Ayurveda von A bis Z...

Aktualisiert: Aug 12

Ayurveda ist eines der ältesten Medizinsysteme der Welt und stammt ursprünglich aus Indien. Das Wort „Ayurveda“ besteht aus den beiden Sanskrit-Begriffen: „ayus“, das Leben und „veda“, das wahre Wissen. Ayurveda ist also das „Wahres Wissen vom Leben“.

Der Ayurveda verfolgt zwei Hauptziele: die Gesunderhaltung und die Behandlung von Krankheiten.


Hier haben wir alphabetisch für dich wichtige Begriffe aus dem Ayurveda zusammengestellt und erklären sie in kurzer, prägnanter Form. Natürlich lässt sich im Einzelnen sehr viel mehr dazu sagen. Dazu kannst du gern unsere Veranstaltungen besuchen oder einen ayurvedische Beratung vereinbaren. Wenn du in unseren Blogartikeln auf kursiv-geschriebene Wörter stösst, kannst du hier nachschauen, was sie bedeuten...



agni


Damit ist ganz allgemein dein Verdauungsfeuer gemeint. Agni steht aber auch für Lebendigkeit und Lebenskraft. Dein Körper braucht agni für den Stoffwechsel. Es sorgt dafür, dass du Energie gewinnen kannst aus all den Stoffen, die du zu dir nimmst. Dies meint nicht nur Lebensmittel, sondern auch geistige Nahrung. Es gibt verschiedene agnis. Das wichtigste befindet sich im Magen und Dünndarm, es steuert deine Verdauung. Brennt dein agni ausreichend, hast du einen Stoffwechsel und fühlst dich gesund und munter. Arbeitet dein agni aus verschiedenen Gründen nur eingeschränkt, kann Nahrung nicht vollständig zersetzt und verdaut werden. Halbverdaute, unerwünschte Stoffe wiederum bewirken verschiedene Krankheiten in deinem Körper.


ama


Ama entsteht, wenn aufgrund eines schwachen agnis Nährstoffe nicht optimal verarbeitet werden. "Schlacken" ist auch ein häufig benutzter Begriff dafür. Ama kann sich in verschiedenen Geweben absetzen, aber auch Energiekanäle im Körper verstopfen und damit Energieflüsse erschweren. Ama kann sich aber auch geistig manifestieren, zum Beispiel als Depression oder Burn-out. Allgemeine, unspezifische Symptome von ama sind beispielsweise Steifheit, Energieverlust, Müdigkeit, Mundgeruch, Verstopfung, schleimiger Stuhlgang oder dicker weißer Zungenbelag.


dosha/ Pl. doshas


Der Ayurveda beschreibt die doshas als drei fundamentale Prinzipien aller lebenden Organismen. Auch jede Zelle des menschlichen Körpers trägt alle drei doshas (Bioenergien) in sich – das sind vata, pitta und kapha. Diese regeln alle Aspekte des Lebens. Wie alles in der Natur bilden sich die doshas aus fünf Elementen, aus Erde, Feuer, Wasser, Luft und Raum/Äther. Jeder Mensch wird mit seiner eigene Zusammensetzung dieser drei doshas geboren, auch Konstitution genannt. Diese individuelle Balance in jedem Menschen reagiert auf verschiedene äussere Einflüsse, wie Ernährung, Schlafqualität, Umweltbedingungen oder Stress. Aus einem Ungleichgewicht der doshas wiederum resultieren Krankheiten. Die gestörten doshas lassen sich bestimmen und daraus können entsprechende Ernährungs- und Verhaltensempfehlungen abgeleitet werden.

kapha


Kapha ist für alles im Körper verantwortlich, was mit Stabilität, Struktur und Wachstum zu tun hat. Ein Synonym für kapha ist Schleim. Auf geistiger Ebene ist kapha verantwortlich für die Ausbildung eines Langzeitgedächtnisses, aber auch für Mut. Es ist aus den Elementen Erde und Wasser zusammengesetzt. Die Eigenschaften von kapha sind schwer, kalt, weich, fettig , süss, unbeweglich, schleimig.


pitta


Pitta ist verantwortlich für alle Prozesse, die mit Stoffwechsel, Transformation und Verdauung zu tun haben. Mental-geistig ist es wichtig für die Ausbildung von Intelligenz und Durchsetzungskraft. Da pitta die Elemente Feuer und etwas Wasser enthält, hat es auch deren Eigenschaften wie heiss, fettig, scharf/stechend, flüssig, sauer, beweglich und scharf.

srota/ Pl. srotamsi


Die srotamsi sind Kanäle bzw. Kanalsysteme, die den gesamten Körper durchziehen. Hier fliessen nicht nur Blut und Plasma, sondern auch die doshas und sorgen dafür, dass der Körper genährt wird und funktioniert (z.B. Atmung, Wasserhaushalt, Ausscheidung).


vata


Vata ist der wichtigste der drei doshas. Vata ist verantwortlich für alle Prozesse, die mit Bewegung zu tun haben («va» = «wehen, sich bewegen»). Vata ist Taktgeber und auch verantwortlich für alle Prozesse von Zirkulation und Rhythmisierung. Auf der psychomentalen Ebene sorgt es für Begeisterungsfähigkeit und Dynamik. Da vata die Elemente Luft und Raum/Äther beinhaltet, trägt es auch die Eigenschaften von Luft und Raum: fein, dünn, schnell, instabil, kalt, trocken.


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